Die Kinder

Mr. UNICEF

„Wenn ich auf meinen Reisen für UNICEF vor Kindern spreche, denke ich an meine eigene Schulzeit in Westminster zurück. Damals musste ich meine Fingernägel schneiden, die Haare kämmen, mich ordentlich anziehen, weil irgendein Langweiler gekommen war, um in unserer Schule eine Rede zu halten. Nach wenigen Sätzen übermannte uns, schön gekleidet wie wir waren, eine lähmende Müdigkeit. Nun fahre ich nach Kenia, Thailand oder Tibet und sehe gestriegelte und geschniegelte Kinder mit Schleifen im Haar. Daher beschloss ich, anstatt einige Sätze Suaheli oder Thais auswendig zu lernen, mich in einen Hund zu verwandeln.

Als ich den vielen tibetischen Kindern gegenüber stand, bellte ich, statt zu sprechen. Die Kinder waren alle furchtbar verschreckt. Plötzlich überzog ein Leuchten ihre Gesichter, ihnen war aufgegangen, dass ich für einen Hund zu sehr bekleidet war. Da begannen sie zurückzubellen. Dann wurden sie immer vertrauensvoller und krabbelten zu zehnt auf meinem Rücken herum. Als mir die Zutraulichkeit zu viel wurde, verwandelte ich mich in eine Katze mit krummem Rücken. Die Kinder verstanden sofort, was dieser Katzenbuckel besagen sollte, und kletterten wieder herunter.”